Archiv für Zeit

07. November 2012 | Zeit zu Form … how time turns into form

Posted in Animation, Brainpower, Durchhalten!, Employee of the Day, Inspiration, Layout, Produktionstagebuch, Spaß, Technik with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on November 8, 2012 by trickfilmgestalter

Was ensteht, wenn man versucht, eine animierte Bewegung in einem einzigen Bild zu komprimieren? – Organische Gebilde von ganz eigenem Reiz, wie man sie oben sieht. Manche sagen „Animationsblume“ dazu, treffend wäre vielleicht auch Animationsgeologie: wie der Schnitt durch eine Erdschicht, in der man die Entwicklung von Jahrmillionen sieht… gut, bei uns eher von Sekundenbruchteilen.

Was man in einem solchen Bild lesen kann, ist vor allem Dynamik: Wie schnell und schockartig etwas passiert, oder auch wie ebenmäßig-kontinuierlich. Faszinierend ist, wie Zeit hier unverhofft zu Form wird – und die Entstehung von Film und Bewegtbild mit der Entwicklung der abstrakten Kunst mehr zu tun hat, als man im ersten Moment vielleicht denkt.

Danke für die Blumen, Jimmy!!!

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What does result from compressing an animated movement into a single image? – Organic shapes of a peculiar beauty, like pictured above. Some call these ‚animation flowers‘, but one could as well use the term animation geology: like a layer of earth revealing millions of years… well, or split seconds in this case.

What you can read out of it first and foremost is dynamics: Does something take place rapidly and abruptly – or rather evenly and continuously? It is fascinating how time turns into form here – and a sort of proof that the birth of film and abstract art at about the same time couldn’t just have happened by coincidence.

Thanks for the flowers, Jimmy!!!

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07. Juni 2011 | Exkurs: Zeichentrick mit und ohne Papier … Excursus: hand drawn animation with and without paper

Posted in Animation, Brainpower, Durchhalten!, Employee of the Day, Produktionstagebuch, Technik with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Juni 7, 2011 by trickfilmgestalter

Seit unseren ersten, inzwischen 15 Jahre zurückdatierenden Animationsversuchen waren wir es gewohnt auf Papier zu zeichnen; in der Regel mehrere Blätter übereinander und von hinten erhellt. Jede Bewegung, die wir anlegten, entstand zu aller Anfang durch rasches Vor- und Zurückblättern der auf dem Leuchttisch justierten Zeichnungen („Flippen“); jede Korrektur wurde radiert, missratene Phasen zerknüllt und im Papiermüll entsorgt. Alles auf Anfang! – Teile von Zeichnungen, die für einen längeren Bewegungsablauf unverändert bleiben sollten, wurden auf ein separates Blatt übertragen und wieder und wieder durchgepaust. Bisweilen war das Millimeterarbeit am Fließband, und auch heute kann das durchaus noch so sein.

Der Gebrauch von Photoshop und TVPaint – wie unsere regelmäßigen Leser mitverfolgen können – hat einiges verändert. Zerknülltes Papier gibt es nicht mehr; stattdessen allenfalls holzschnittartige Artefakte, wo mit dem Plastikstift herumradiert wurde. Welche Entstehungsgeschichte eine einzelne Zeichnung möglicherweise gehabt hat, ist dadurch nicht mehr nachvollziehbar. Umgekehrt sucht man bei sporadischen Ausflügen mit dem „analogen“ Bleistift schon mal vergeblich nach Undo.

Artefakte ... artefacts

Artefakte ... artifacts

Bleibt ein Teil der Zeichnung unverändert, so kopieren oder stempeln wir ihn in Sekunden, schieben und drehen ihn auf der Arbeitsfläche solange hin und her, bis er dort sitzt, wo wir ihn haben wollen. Die Duplikate, die Copy & Paste für uns fertigt, sind absolut exakt. Man muss sich dies vergegenwärtigen, weil in einer Zeit, da das für die meisten selbstverständlich und banal ist, gerne ausgeblendet wird, dass dies bis in die 90er Jahre hinein im Zeichentrick noch nicht etabliert war. Die digitalen Erleichterungen, von denen wir profitieren, sind noch nicht sonderlich alt, und wir können behaupten, die letzten Ausläufer des prädigitalen Zeichentricks noch persönlich ausgekostet zu haben – inklusive der Übertragung der Zeichnungen auf transparente Folie („Ink“) und der sich anschließenden Kolorierung („Paint“), bei der die Farbe genau im richtigen Verhältnis angerührt sein musste, um auf den Folien keine Blasen zu werfen.

Auch das Aufnehmen der Phasen unter einer Videokamera zum Testen der Animation („Linetest“) entfällt, weil in dem Moment, da wir die Phasen in den Rechner hineingezeichnet haben, sie bereits „aufgenommen“ sind, auf der Zeitleiste vorliegen und als Film abgespielt werden können. Der Animationsprozess an sich bleibt aber beim Alten: zunächst die Hauptphasen („Keys“) – die Eckpunkte der Bewegung -, dann nach und nach die Zwischenphasen („Breakdowns“ und „Inbetweens“). Die Dauer jedes Einzelbildes („Timing“) ist mit einem Mausklick beliebig veränderbar, die Anzahl übereinander positionierbarer Bildebenen theoretisch unendlich – einzig begrenzt durch den zur Verfügung stehenden Arbeitsspeicher, der zum Maß aller Dinge wird. Wir sind mit einem Amiga-Linetest-Programm groß geworden – Take Two, wir grüßen Dich! – Zu Zeiten des seligen Walt Disney gab es aber noch nicht einmal das. Der Animator musste sein Timing vollständig im Kopf abschätzen können – und seinen Linetest dann auf Film (!) aufnehmen lassen, ehe er etwaige Korrekturen vornehmen konnte.

TVPaint Interface

TVPaint Interface

Schließlich können wir die Hintergründe, auf denen sich die Handlung zuträgt, wie jede sonstige Bildquelle auch sofort mit unserer Animation kombinieren bzw. sie dahinter legen. Passgenauigkeit ist jederzeit gewährleistet – solange man sich nicht mit den Konfusionen verschiedener Pixel-Seitenverhältnisse herumquält. Im übrigen schadet es nicht, wenn man weiss, welche Programmfunktion in welchem Fenster oder unter welchem Menü zu finden ist … oder ist das vielleicht nur eine Verlagerung von Komplexität? – Wir bemerken hier, dass wir an einer Schnittstelle von analog zu digital gelernt haben. Die Freiheit intuitiven Herantastens trifft auf eine kontrollierbare, funktionale Arbeitsumgebung.

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When we took our first steps in animation 15 years ago we were used to draw on paper – usually several sheets on top of each other, backlit. Each action planned came to life for the very first time by flipping through the paper which had been carefully fixed on the light table. For any mistake there was an eraser or paper bin. Back to start! – Portions of a drawing which stayed unchanged over the course of an action were copied to a separate sheet of paper and traced over and over again. From time to time this felt like a precision job on an assembly line – and it can still turn out like that nowadays.

Using Photoshop and TVPaint changed quite some things – as our frequent followers have learnt to know. There is no more scrunched-up paper; instead you will explore woodcut-like traces brought to you by your digital new toy. The history of a single drawing is not apparent any more. Having said that, you might miss the undo button when going analog with a traditional pencil again.

Whenever a portion of a drawing is going to stay unchanged we copy or make a stamp of it within a second, move or rotate it on our workspace until we like what we see. Every duplicate is one hundred percent exact.  In a time when most people take it for granted one mustn’t forget that these techniques were not commonplace in hand drawn animation right into the 90ies. Digital benefits aren’t old enough to preclude us from gaining first-hand experience with the predigital. This includes inking the clean-up drawing on a transparent cel, followed by mixing the colors at the right ratio to avoid bubbles on the cels when painting them.

Capturing drawings with a video camera for testing has become unnecessary as well, for all drawings are digital already when being created and can be played forward and backward. With the keyframes done first and followed by breakdowns and inbetweens the process of animation however basically stays the same. The duration of every single frame can be set easily with a mouse-click, the number of image layers seems unlimited – given that your hardware’s working memory turns into the measure of all things. We happened to grow up using an Amiga linetest program – Nimm Zwei, how are you?! – During Walt Disney’s lifetime nothing of that even existed. An animator had to estimate the timing of his action at the very beginning and record his linetest onto film stock (!) before he could make any improvements.

Finally we are able to import background layers – or any other image source for that matter – and combine them with the animation immediately. Precision is guaranteed – if you don’t get confused by pixel aspect ratios. Nevertheless it is helpful to know where to find your tasks in the interface … or is this just a shift of complexity? We have come to realize that we have learnt our craft during the transition from analog to digital. Trial & error versus control & functionality.

02. Juni 2011 | Hello, my name is … Barbra

Posted in Animation, Character Development, Durchhalten!, Employee of the Day, Produktionstagebuch with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Juni 2, 2011 by trickfilmgestalter

Unser heutiger Mitarbeiter des Tages ist: Barbra – oder Bäärbl, wie wir sie süddeutsch-liebevoll ins Herz geschlossen haben. Sie ist unsere Hauptdarstellerin und hatte vor unserem Projekt noch keinerlei Filmerfahrung. Entdeckt haben wir sie am Alexanderplatz, auf ihrem Weg zur Schicht ins VEB Happa Inc.

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Today’s Employee of the Day is Barbra – or Bäärbl as we took her to our hearts with a south-German twinkle. Although she never had any experience in the movie buisness she became our main actress. We found her at the Alexanderplatz on her way to work at the VEB Happa Inc.

Frühstadium ... early years

Frühstadium ... early years

Anfänglich etwas schüchtern bewies Sie aber recht schnell, dass Sie das Zeug für unsere Heldin hat. Nach einem Jahr Animationsarbeit naht ihre Fertigstellung in 13 Szenen mit 60 Einstellungen.

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Primarily shy she proofed quickly that she got the talent to become our heroine. Her appereance in 13 scenes with 60 takes will be finalized soon after a year of animation.

Keine graue Maus ... not a mousy person

Keine graue Maus ... not a mousy person

21. Oktober 2010 | Al & C-Jay’s fabulous Adventures in the MediaBiz, Part 2

Posted in Animation, Brainpower, Character Development, Durchhalten!, Employee of the Day, Inspiration, Nervereien, Produktionstagebuch, Spaß with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Oktober 22, 2010 by trickfilmgestalter

Al: AAAH… TIME FOR OWN STUFF!

C-Jay: FINALLY I’M WORKING ON OUR FILM AGAIN!

C-Jay: HELLO…? 30 ILLUSTRATIONS UNTIL TOMORROW MORNING?

Al: 5 MINUTES OF 2D ANIMATION IN 10 DAYS?

C-Jay: THERE IS A REQUEST FOR A WEBSITE COMING IN.

Al: OUTSOURCE IT, SO WE CAN STILL FIT IN THE PROPOSAL FOR THE CORPORATE MOVIE.

C-Jay: OH… THE ILLUS WON’T HAPPEN, THE TRAINEE DOES THEM USING CLIP ARTS… AND, AS TO WEBSITE, THEY GO FOR THE UKRAINIAN DUMPING OFFER.

Al: WHAT KIND OF DAY IS THIS?

C-Jay: AND WHAT DID WE ACHIEVE TODAY?

21. Februar 2010 | Feels like Beaker

Posted in Animation, Brainpower, Durchhalten!, Employee of the Day, Filmproduktion, Produktionstagebuch, Spaß, Technik, Uncategorized with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Februar 21, 2010 by trickfilmgestalter

Zur Zeit fühlt sich jeder Tag wie ein Freitag an – was in diesem Fall leider nichts mit dem Gefühl bevorstehenden Wochenendes zu tun hat. Wir haben jede Menge zu tun. Der nächste wichtige Schritt, vor dem wir stehen, ist der Erwerb sowie die Einarbeitung in die Software, mit der wir die Herstellung der Animation von A bis Z – Rough Animation, Clean Up, Kolorierung und Compositing – durchführen. Mit anderen Worten: Der Beginn der Animation steht tatsächlich bevor und ist momentan nur noch eine Frage der Technik (nicht dass wir nicht längst zergehen würden vor dem Wunsch endlich loszulegen).

Vorher jedoch müssen wir noch ein bisschen für die freie Wirtschaft arbeiten. Das ernährt uns und macht auch Freude… aber wir fragen uns manchmal schon, woher wir die Zeit für alles nehmen sollen.

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Currently every day feels like Friday – which unfortunately doesn’t have anything to do with starting into the weekend. In fact, a large workload is lying ahead of us. The next important step to be taken is to buy and get familiar with the software which will handle all our needs from A to Z: rough and clean up animation, colouring, compositing. The begin of animation is approaching fast now and is not a matter of will (we’ve been hot for it for weeks and months now!) but merely of technology.

Before that however we have to work a little bit for the market to get us fed. It’s also fun… but naturally we sometimes ask ourselves the question where to take the time from for all this!

16. Juli 2009 | Heavy Rotation

Posted in Architektur, Character Development, Durchhalten!, Employee of the Day, Filmproduktion, Produktionstagebuch, Spaß with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Juli 16, 2009 by trickfilmgestalter

Der Sommer ist da, die Luft im Studio dampft. Wir befinden uns in der Endphase der Hintergrundgestaltung – 5 sind noch übrig – und alles rotiert irgendwie.

Heavy Rotation

… Allet dreht sich, allet bewegt sich! …

Christoph_HGsAlles Gute hängt da oben.

18. Juni 2009 | Web Zwonull

Posted in Brainpower, Character Development, Durchhalten!, Employee of the Day, Filmproduktion, Inhalt, Inspiration, Produktionstagebuch, Spaß with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Juni 18, 2009 by trickfilmgestalter

EMPLOYEE OF THE DAY gibt es jetzt auch als Gruppe auf facebook. Was das soll, wissen wir selbst noch nicht, sind aber neugierig genug, um es herauszufinden.

facebook

Mediale Präsenz und moderne Kommunikationsmittel sind elementare Themen, die unseren Film ausmachen. Wir wagen also erneut den Schritt in die zweite Wirklichkeit – vom realen Workload zur virtuellen Selbstdarstellung. Und wir wollen mehr.

Begleitet uns auf unserer passioniert-intensiven Tour durch die Trickfilmgestaltung, die wir am besten am neuen Film dokumentieren können! Jeder Kommentar, Fragen, eigene Mitarbeiter des Tages-Anekdoten, Reflektionen zum ganz alltäglichen Wahnsinn empfinden wir als Inspiration und Motivation. Wir wollen ja zwischendurch auch Spaß haben!

Wir hoffen, dass unsere Gruppe wachsen wird. Ladet Freunde ein, von denen ihr denkt, das wäre was für sie. Wir werden uns auf jeden Fall bemühen, interessant zu bleiben.