Archive for the Technik Category

24. Mai 2014: Schöne neue Welt … Brave new world

Posted in Brainpower, Employee of the Day, Filmproduktion, Nervereien, Technik, Uncategorized with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Mai 24, 2014 by trickfilmgestalter

Auch wenn wir durchaus keine Technikfetischisten sind, bringt es ein Animationsfilm mit sich, dass man sich in verschiedenen Phasen der Produktion mit unterschiedlichen technischen Fragestellungen befasst. Das fängt wahrscheinlich mit der Wahl des Bildformats an. Wir haben uns ziemlich zu Beginn des Projekts für das europäische Breitwandformat entschieden, womit wir bereits Erfahrung gesammelt hatten und welches z.B. mit den Pixelwerten 1828 x 1100 beschrieben ist (tatsächlich die Größe, die wir benutzt haben). Praktisch bedeutet das, dass all unsere Bildkompositionen bzw. unsere Kadrierung auf dem Seitenverhältnis 5:3 (bzw. 1,66:1) basieren. Zugleich haben wir über die Dauer unserer Produktion miterlebt, wie HDTV und das Full HD-Format (1920 x 1080 / 16:9) mehr und mehr zum Heimkino- und Produktionsstandard wurden. Da man von 1828 x 1100 nicht so ohne weiteres auf Full HD kommt und die neue digitale Kinovorführtechnik ihrerseits wieder neue Zahlen und Spezifikationen unters Volk geworfen hat, sitzt man zwischenzeitlich immer mal mit dem Taschenrechner da und hofft, dass man noch kompatibel ist. Eine Entwicklung, für die unser Mitarbeiter Fabian den schönen Begriff Digitalfaschismus geprägt hat.

Damit zu DCP (Digital Cinema Package) – das nach der Filmherstellung nun auch die Vorführung im Kino zur digitalen Angelegenheit macht. Nachdem wir bis Mitte der 1990er Jahre noch Super 8-Schmalfilm zum Entwickeln durch die Gegend geschickt haben, damit wir unsere ersten unterbelichteten Stop Motion-Experimente betrachten konnten, und dann, klar, auch einen Projektor dafür haben mussten, ist es heute geradezu grotesk einfach: Man lädt sich mal eben eine Freeware herunter und hat im besten Fall einige Stunden später ein im Kino vorführbares Format. Dass dieses Format kein belichteter 35mm-Film mehr ist, sondern ein im Prinzip variabler Datensatz, der mal mit diesen oder jenen Parametern ausgegeben werden kann, bietet schönen Stoff für akademische Betrachtungen, soll hier aber erst mal vernachlässigt werden. Konkret musste aus unserem Film nach dem Schnitt am AVID eine TIFF-Einzelbildsequenz in der Größe 1998 x 1080 werden, damit er dem DCP-Standard genügen konnte. Der Vollständigkeit halber gebe man dann noch sechs Dolby-Digital-Tonspuren in die Backmischung, überprüfe die Betriebstemperatur – und lasse die Maschine kreißen.

Benutzt haben wir zum einen OpenDCP (womit es heutzutage die meisten machen) und zum anderen, nach einem freundlichen Fingerzeig des Kinos Moviemento, DCPomatic. Beide Programme sind in der Bedienung denkbar simpel und erzeugen am Ende einen Ordner, der alle notwendigen Ingredienzen enthält, auf eine externe Festplatte kopiert werden muss und so ans Kino geliefert wird – das sich die Daten dann auf den eigenen Server überspielt. Wenn man alles richtig gemacht hat, wird das DCP beim Anstöpseln der Festplatte von allein erkannt und eingelesen („Ingest“). Und wenn nicht, passieren Sachen wie pinkfarbene Bilder, von denen wir erst mal nichts wissen möchten. Wie bei allen übrigen Dingen des Lebens, so stolpert man auch hier beim Beerensuchen im Internet über diverseste Erfahrungsberichte, die einen letztlich nicht davon befreien es selbst zu probieren. Dank an dieser Stelle an Jim Albrand und an Milen Vitanov von den Talking Animals in Berlin, die uns Tipps gegeben haben, wie man es richtig macht! – Wir haben zwischenzeitlich zwei DCP-Versionen im Moviemento getestet und können zu unserer Freude sagen, dass es funktioniert hat.

Blieben DVD-Produktion, Vimeo und all die anderen Distributionskanäle, die wieder von ganz anderen Formaten ausgehen. Quicktime, MPEG2, MPEG4, H.264, AC3 – you name it. Willkommen im Dschungel.

Laokoon

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We aren’t technology fetishists by any means. However as an animation filmmaker one has to deal with various technical questions over the different stages of production. Presumably it all starts with choosing the aspect ratio to work in. Right from the beginning we went for the good ol‘ European flat wide screen which we had used on earlier films and for instance can measure 1828 x 1100 pixels (this just happens to be our very size). In practical terms it means that all our image compositions are based on a 5:3 ratio (1,66:1 respectively). Nonetheless we saw HDTV and Full HD (1920 x 1980 / 16:9) becoming a home cinema as well as a production standard over the last years. Since it is not that easy to switch from 1828 x 1100 to Full HD and digital cinema projection has thrown in new specifications of its own, you find yourself typing on the calculator at times, hoping that you still fit in. Digital fascism, as our staff member Fabian likes to put it.

Whereby we have reached the subject of DCP (Digital Cinema Package) – which, after film production has turned digital, now does the same to cinema projection. Right until the mid-90ies we put super 8 cartridges in the mail to have them processed at some place away from us, just to get back underexposed stop motion experiments and watch them with a movie projector (which one obviously had to own). Today things are ridiculously easy: You can download a freeware in a few minutes and – if everything runs smooth – have a film suitable for cinema projection several hours later. There is no more 35 mm, but a set of data that basically is variable and can be rendered using differing parameters on each run: beautiful stuff for academic musings indeed, however not of our concern right now. After editing our film on the AVID we had to convert it into a TIFF single image sequence, sized 1998 x 1080 to meet the DCP standard. For completeness we gave six Dolby Digital audio tracks into the mix, double-checked one more time – and turned the oven on.

We used OpenDCP (as most people do) and DCPomatic; the Moviemento cinema in Berlin kindly giving us a hint about the latter. Both softwares are very easy to handle and, as a result, create a folder with all necessary data in it. It must be copied onto an external drive and brought to the cinema – which then transfers it onto its own server in turn. If everything was done right the system identifies and imports the DCP automatically as soon as the external drive is connected („Ingest“). In any other case things like pink- or turquoise-coloured images can occur… and we really don’t wanna know too much about that. Like with everything else in life, there are enough sources and reports on the internet to stumble upon; in the end you have to gain your own experiences. Thanks to our colleague Jim Albrand and to Milen Vitanov from the Talking Animals Studio in Berlin at this point, your tips have been valuable! – Meanwhile we tested two DCP versions at Moviemento and hereby happily announce that they both worked.

Still remaining are DVD production, Vimeo and just all the distribution channels conceivable; each of them establishing its own format. Quicktime, MPEG2, MPEG 4, H.264, AC3 – you name it. Welcome to the jungle.

 

 

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11. April 2013 | Rauchsäulen, Licht, ein Schmetterling … columns of smoke, lights, and a butterfly

Posted in Animation, Brainpower, Durchhalten!, Employee of the Day, Filmproduktion, Produktionstagebuch, Technik, Uncategorized with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on April 11, 2013 by trickfilmgestalter

Während sich aus der Ursuppe allmählich die finale filmische Gestalt herausschält, werden die Rauchsäulen über unseren Köpfen länger.

Alex frisst sich seit einiger Zeit durch mehrere tausend Rohzeichnungen wie die kleine Raupe Nimmersatt… und harrt schon sehnsüchtig darauf, dass er endlich ein Schmetterling werden darf. An seiner Arbeit (Clean Up/Reinzeichnung) lässt sich das sich lichtende Chaos exemplarisch veranschaulichen:

Vern rough

vorher

Vern clean

nachher

Christoph indessen überarbeitet unsere Hintergründe, macht das Licht konsistent und absolviert nebenbei einen Crashkurs in After Effects – womit wir letztlich alles zusammenschrauben. Seine erste schöne (und zugleich umfängliche) Aufgabe besteht darin, Werbefilme in diverse Schaufenster respektive Straßenszenen einzumontieren. Im Einzelfall beläuft sich das auf etliche Dutzend pro Einstellung, mit anderen Worten: Auch über dem Rechner wird die Rauchsäule größer.

Hier ein halbwegs überschaubares Beispiel:

Bildschirmfoto 2013-04-04 um 19.21.26

Die Filmchen selbst erstellt mit sicherem Händchen fürs Design Fabian Hofmann, der sich normalerweise mit Brillen beschäftigt (was für ein Zufall!), darüber hinaus aber so viele andere Talente hat, dass wir ihn an dieser Stelle mal gerne und gezielt bewerben wollen: http://www.fmhofmann.com, http://www.coblens.com

Seit neuestem haben wir auch Patrick Richter im Boot, der uns insbesondere bei der Lichtsetzung unterstützt und dafür sorgen wird, dass all die Werbeschildchen im obigen Bild Leben bekommen: http://voodoopimp.carbonmade.com.

Und so wie’s momentan aussieht, mögen dies auf der Reststrecke nicht die letzten helfenden Hände gewesen sein.
Wir atmen tief (!) durch und sagen allen schon jetzt: Danke!!!

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While the final shape of our movie evolves out of the primordial soup step by step columns of smoke begin to thicken above our heads.

Alex has been feeding on thousands of rough drawings for some time now, like „the very hungry caterpillar“ … and awaits impatiently to transform into a butterfly.  His continuous work from rough animation to the clean ups of his characters exemplifies progress from chaos to the light at the end of the tunnel.

Meanwhile Christoph jumped into the blue-pencils of the backgrounds focusing on the consistency of mood lighting. And as if there wouldn’t be easier things to accomplish he just learns about the complexity of After Effects, our compositing software. One of his first tasks includes the montage of commercial clips into a large number of „black windows“ spread over several street backgrounds. In a worst case there are many dozens per take – or in other words: We also expect columns of smoke above our rendering machines soon.

Above you can see one (more or less) simple example.

Having a knack for design Fabian Hofmann developed these little moving advertisements for us although his usual business is the design and development of prescription and sun-glasses (what an incident!). Building on that and his many other talents we can highly recommend to look at his portfolios: http://www.fmhofmann.com, http://www.coblens.com

Recently we have another supporter with us: Patrick Richter (http://voodoopimp.carbonmade.com.) will help us improve the lighting and bring some life into hundreds of advert street signs in our world.

As it feels like for now we hope to receive more helping hands on this last run.
Taking a deep breath (!) we  express our gratitude by now!!!

07. November 2012 | Zeit zu Form … how time turns into form

Posted in Animation, Brainpower, Durchhalten!, Employee of the Day, Inspiration, Layout, Produktionstagebuch, Spaß, Technik with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on November 8, 2012 by trickfilmgestalter

Was ensteht, wenn man versucht, eine animierte Bewegung in einem einzigen Bild zu komprimieren? – Organische Gebilde von ganz eigenem Reiz, wie man sie oben sieht. Manche sagen „Animationsblume“ dazu, treffend wäre vielleicht auch Animationsgeologie: wie der Schnitt durch eine Erdschicht, in der man die Entwicklung von Jahrmillionen sieht… gut, bei uns eher von Sekundenbruchteilen.

Was man in einem solchen Bild lesen kann, ist vor allem Dynamik: Wie schnell und schockartig etwas passiert, oder auch wie ebenmäßig-kontinuierlich. Faszinierend ist, wie Zeit hier unverhofft zu Form wird – und die Entstehung von Film und Bewegtbild mit der Entwicklung der abstrakten Kunst mehr zu tun hat, als man im ersten Moment vielleicht denkt.

Danke für die Blumen, Jimmy!!!

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What does result from compressing an animated movement into a single image? – Organic shapes of a peculiar beauty, like pictured above. Some call these ‚animation flowers‘, but one could as well use the term animation geology: like a layer of earth revealing millions of years… well, or split seconds in this case.

What you can read out of it first and foremost is dynamics: Does something take place rapidly and abruptly – or rather evenly and continuously? It is fascinating how time turns into form here – and a sort of proof that the birth of film and abstract art at about the same time couldn’t just have happened by coincidence.

Thanks for the flowers, Jimmy!!!

07. Juni 2011 | Exkurs: Zeichentrick mit und ohne Papier … Excursus: hand drawn animation with and without paper

Posted in Animation, Brainpower, Durchhalten!, Employee of the Day, Produktionstagebuch, Technik with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Juni 7, 2011 by trickfilmgestalter

Seit unseren ersten, inzwischen 15 Jahre zurückdatierenden Animationsversuchen waren wir es gewohnt auf Papier zu zeichnen; in der Regel mehrere Blätter übereinander und von hinten erhellt. Jede Bewegung, die wir anlegten, entstand zu aller Anfang durch rasches Vor- und Zurückblättern der auf dem Leuchttisch justierten Zeichnungen („Flippen“); jede Korrektur wurde radiert, missratene Phasen zerknüllt und im Papiermüll entsorgt. Alles auf Anfang! – Teile von Zeichnungen, die für einen längeren Bewegungsablauf unverändert bleiben sollten, wurden auf ein separates Blatt übertragen und wieder und wieder durchgepaust. Bisweilen war das Millimeterarbeit am Fließband, und auch heute kann das durchaus noch so sein.

Der Gebrauch von Photoshop und TVPaint – wie unsere regelmäßigen Leser mitverfolgen können – hat einiges verändert. Zerknülltes Papier gibt es nicht mehr; stattdessen allenfalls holzschnittartige Artefakte, wo mit dem Plastikstift herumradiert wurde. Welche Entstehungsgeschichte eine einzelne Zeichnung möglicherweise gehabt hat, ist dadurch nicht mehr nachvollziehbar. Umgekehrt sucht man bei sporadischen Ausflügen mit dem „analogen“ Bleistift schon mal vergeblich nach Undo.

Artefakte ... artefacts

Artefakte ... artifacts

Bleibt ein Teil der Zeichnung unverändert, so kopieren oder stempeln wir ihn in Sekunden, schieben und drehen ihn auf der Arbeitsfläche solange hin und her, bis er dort sitzt, wo wir ihn haben wollen. Die Duplikate, die Copy & Paste für uns fertigt, sind absolut exakt. Man muss sich dies vergegenwärtigen, weil in einer Zeit, da das für die meisten selbstverständlich und banal ist, gerne ausgeblendet wird, dass dies bis in die 90er Jahre hinein im Zeichentrick noch nicht etabliert war. Die digitalen Erleichterungen, von denen wir profitieren, sind noch nicht sonderlich alt, und wir können behaupten, die letzten Ausläufer des prädigitalen Zeichentricks noch persönlich ausgekostet zu haben – inklusive der Übertragung der Zeichnungen auf transparente Folie („Ink“) und der sich anschließenden Kolorierung („Paint“), bei der die Farbe genau im richtigen Verhältnis angerührt sein musste, um auf den Folien keine Blasen zu werfen.

Auch das Aufnehmen der Phasen unter einer Videokamera zum Testen der Animation („Linetest“) entfällt, weil in dem Moment, da wir die Phasen in den Rechner hineingezeichnet haben, sie bereits „aufgenommen“ sind, auf der Zeitleiste vorliegen und als Film abgespielt werden können. Der Animationsprozess an sich bleibt aber beim Alten: zunächst die Hauptphasen („Keys“) – die Eckpunkte der Bewegung -, dann nach und nach die Zwischenphasen („Breakdowns“ und „Inbetweens“). Die Dauer jedes Einzelbildes („Timing“) ist mit einem Mausklick beliebig veränderbar, die Anzahl übereinander positionierbarer Bildebenen theoretisch unendlich – einzig begrenzt durch den zur Verfügung stehenden Arbeitsspeicher, der zum Maß aller Dinge wird. Wir sind mit einem Amiga-Linetest-Programm groß geworden – Take Two, wir grüßen Dich! – Zu Zeiten des seligen Walt Disney gab es aber noch nicht einmal das. Der Animator musste sein Timing vollständig im Kopf abschätzen können – und seinen Linetest dann auf Film (!) aufnehmen lassen, ehe er etwaige Korrekturen vornehmen konnte.

TVPaint Interface

TVPaint Interface

Schließlich können wir die Hintergründe, auf denen sich die Handlung zuträgt, wie jede sonstige Bildquelle auch sofort mit unserer Animation kombinieren bzw. sie dahinter legen. Passgenauigkeit ist jederzeit gewährleistet – solange man sich nicht mit den Konfusionen verschiedener Pixel-Seitenverhältnisse herumquält. Im übrigen schadet es nicht, wenn man weiss, welche Programmfunktion in welchem Fenster oder unter welchem Menü zu finden ist … oder ist das vielleicht nur eine Verlagerung von Komplexität? – Wir bemerken hier, dass wir an einer Schnittstelle von analog zu digital gelernt haben. Die Freiheit intuitiven Herantastens trifft auf eine kontrollierbare, funktionale Arbeitsumgebung.

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When we took our first steps in animation 15 years ago we were used to draw on paper – usually several sheets on top of each other, backlit. Each action planned came to life for the very first time by flipping through the paper which had been carefully fixed on the light table. For any mistake there was an eraser or paper bin. Back to start! – Portions of a drawing which stayed unchanged over the course of an action were copied to a separate sheet of paper and traced over and over again. From time to time this felt like a precision job on an assembly line – and it can still turn out like that nowadays.

Using Photoshop and TVPaint changed quite some things – as our frequent followers have learnt to know. There is no more scrunched-up paper; instead you will explore woodcut-like traces brought to you by your digital new toy. The history of a single drawing is not apparent any more. Having said that, you might miss the undo button when going analog with a traditional pencil again.

Whenever a portion of a drawing is going to stay unchanged we copy or make a stamp of it within a second, move or rotate it on our workspace until we like what we see. Every duplicate is one hundred percent exact.  In a time when most people take it for granted one mustn’t forget that these techniques were not commonplace in hand drawn animation right into the 90ies. Digital benefits aren’t old enough to preclude us from gaining first-hand experience with the predigital. This includes inking the clean-up drawing on a transparent cel, followed by mixing the colors at the right ratio to avoid bubbles on the cels when painting them.

Capturing drawings with a video camera for testing has become unnecessary as well, for all drawings are digital already when being created and can be played forward and backward. With the keyframes done first and followed by breakdowns and inbetweens the process of animation however basically stays the same. The duration of every single frame can be set easily with a mouse-click, the number of image layers seems unlimited – given that your hardware’s working memory turns into the measure of all things. We happened to grow up using an Amiga linetest program – Nimm Zwei, how are you?! – During Walt Disney’s lifetime nothing of that even existed. An animator had to estimate the timing of his action at the very beginning and record his linetest onto film stock (!) before he could make any improvements.

Finally we are able to import background layers – or any other image source for that matter – and combine them with the animation immediately. Precision is guaranteed – if you don’t get confused by pixel aspect ratios. Nevertheless it is helpful to know where to find your tasks in the interface … or is this just a shift of complexity? We have come to realize that we have learnt our craft during the transition from analog to digital. Trial & error versus control & functionality.

30. Juli 2010 | Das lachende und das weinende Auge … Two Sides of a Medal

Posted in Animation, Brainpower, Durchhalten!, Employee of the Day, Nervereien, Produktionstagebuch, Technik, Uncategorized with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Juli 30, 2010 by trickfilmgestalter

Unsere Posts sind seltener und erfüllen mittlerweile ganz gerne mal den Zweck von Wasserstandsmeldungen: Es gibt uns noch, und wir sind im Maschinenraum sehr am Buddeln und Machen, damit der Kopf auch in Zukunft über der Oberfläche bleibt.

Was für Neuigkeiten gibt es? – Die erste Szene – bestehend aus acht Einstellungen –  ist in der Rohfassung komplett animiert und liefert uns gut fünzig zusammenhängende Sekunden.

Vern in Einstellung 06/02 ... Vern, scene 06, take 02

Da wir achronologisch zu Werke gehen, ist aber schon mehr fertig. TVPaint hat unser Arbeiten bisher merklich beschleunigt, wie es es zugleich auch verändert. Copy und Paste hat ins Animieren Einzug gehalten, Custom Brushes (d.h. legetrickartige Fertigbauteile der Charaktere, s. u.) gehören zu den Werkzeugen, die wir nicht mehr missen wollen, und überhaupt ist man mit jeder Phase plötzlich erheblich flexibler als auf dem Papier.

kleine Animationspathologie

kleine Animationspathologie ... custom brushes

Gleichzeitig verheddern wir uns von Zeit zu Zeit in technischen Fallstricken. Die meisten davon sind glücklicherweise überschaubar. Allerdings gibt es auch Tage wie den heutigen, an dem ein Cintiq auf jeden noch so schmeichelvollen Annäherungsversuch einfach nicht mehr reagieren mag und man nach Stunden von Kabel-Umsteckorgien, Treiberinstallation und Hotline-Anrufen schlussendlich begreift, dass die USB-Ports vom neuen Windows 7-Rechner aus irgendeinem Grund nicht so einsatzbereit sind, wie sie sein sollten. Generell stellen wir fest, dass technische Neuerungen der IT-Industrie inzwischen oft eher mit Gängelung zu tun haben (völlig gleichgültig übrigens, ob Microsoft oder ein Apfel draufpappt) und es offenkundig nicht mehr die Maschinen sind, die auf eine bestimmte Weise funktionieren sollen, sondern die Benutzer. Für jeden Neukauf, jedes Update und jedes Sch…Pop-Up, das auf dem Bildschirm ungefragt erscheint, lässt das in Zukunft nur das absolut Schlimmste erahnen (und wahrscheinlich machen wir auch gerade deshalb diesen Film).

Last but not least beteiligt sich seit neuestem mit Annette Jung von den Trick-Piraten und Talking Animals eine liebe Freundin und Kollegin als Koproduzentin an unserem Projekt, worüber wir uns sehr freuen!

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Blog posts get rare and can be seen as some kind of water level indicators: Yes, we are still here – diggin‘ & doing down in the machine room to keep ourselves above the surface.

What’s new, cats? – The rough animation for one sequence – consisting of eight different takes – has been completed and gives a first coherent flow of a total of 50 seconds.

Actually we finished more – we animate achronologial. Working with TVPaint seems to speed up things and changes the traditional processes we are used to: copy and paste, customized brushes and undo have become highly appreciated tools providing more flexibility as on paper.

At the same time we get entangled in technical pitfalls – which fortunately aren’t too complex. But there are days like today when a Cintiq is neither willing to react to any schmoozing attempts nor to perform as needed. It takes hours of re-plugging, driver installations and finally hotline calls to understand the simplicity of things: USB ports of the new Windows 7 machine decided to refuse to work. Thus, one thing leading to the next: IT innovations (no matter if Microsoft or fruity ones) are perfect examples of dominating behaviour. It is obvious that those innovations are not meant to adapt to the user but to make him adapt to technology. Each product purchase, update requests and f…ing pop-up windows keep you busy without asking – the foreshadow of a near, forbidding future (and a good reason why we do this animation).

Last but not least we are happy to welcome Annette Jung, part of Trick-Piraten and Talking Animals, to our team of co-producers!

21. Februar 2010 | Feels like Beaker

Posted in Animation, Brainpower, Durchhalten!, Employee of the Day, Filmproduktion, Produktionstagebuch, Spaß, Technik, Uncategorized with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Februar 21, 2010 by trickfilmgestalter

Zur Zeit fühlt sich jeder Tag wie ein Freitag an – was in diesem Fall leider nichts mit dem Gefühl bevorstehenden Wochenendes zu tun hat. Wir haben jede Menge zu tun. Der nächste wichtige Schritt, vor dem wir stehen, ist der Erwerb sowie die Einarbeitung in die Software, mit der wir die Herstellung der Animation von A bis Z – Rough Animation, Clean Up, Kolorierung und Compositing – durchführen. Mit anderen Worten: Der Beginn der Animation steht tatsächlich bevor und ist momentan nur noch eine Frage der Technik (nicht dass wir nicht längst zergehen würden vor dem Wunsch endlich loszulegen).

Vorher jedoch müssen wir noch ein bisschen für die freie Wirtschaft arbeiten. Das ernährt uns und macht auch Freude… aber wir fragen uns manchmal schon, woher wir die Zeit für alles nehmen sollen.

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Currently every day feels like Friday – which unfortunately doesn’t have anything to do with starting into the weekend. In fact, a large workload is lying ahead of us. The next important step to be taken is to buy and get familiar with the software which will handle all our needs from A to Z: rough and clean up animation, colouring, compositing. The begin of animation is approaching fast now and is not a matter of will (we’ve been hot for it for weeks and months now!) but merely of technology.

Before that however we have to work a little bit for the market to get us fed. It’s also fun… but naturally we sometimes ask ourselves the question where to take the time from for all this!

11. November 2009 | Mitarbeiter des Tages II

Posted in Employee of the Day, Filmproduktion, Produktionstagebuch, Spaß, Technik, Uncategorized with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on November 11, 2009 by trickfilmgestalter

Heutiger Mitarbeiter des Tages ist unser lieber Kollege Jim Albrand, der seit gestern das Studio mit uns teilt (selige Filmhochschulzeiten lassen grüßen) – und für EMPLOYEE OF THE DAY die erste Animation überhaupt herstellt. Darüber freuen wir uns ziemlich. Und wir verweisen schon mal mit Vergnügen auf seine Webpräsenz, wo es in Zukunft auch ein Demo zu sehen geben wird: www.pegbar.de

Jimmy hat für uns extra den Weg vom heimischen Cuxhaven nach Berlin-Mitte gemacht und seinen Trickkamerastand mitgebracht. Er animiert im Gegensatz zu uns nämlich noch traditionell auf Papier… und sorgt so nebenbei dafür, dass unser alter Leuchttisch nicht völlig nutzlos in der Ecke herumsteht.

Mit von der Partie ist Amber, Jimmys „kunterbunt durcheinander gekreuzte Straßenköter-Mischung“ (O-Ton) aus Dahab/Ägypten. Unsere Kater bewegen sich derzeit noch auf Sicherheitsabstand, wagen sich aber immer wieder mal vor, und wir gehen davon aus, dass es schon demnächst zu einem Gipfeltreffen kommt.

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November 11th 2009: Employee of this day is our dear colleague Jim Albrand who shares the studio with us since yesterday (evoking quite some memories of our time at the film academy). Actually he’s working on the very first animation for our film and we’re really happy about this. We don’t wanna miss the opportunity to advise you of his website www.pegbar.de which is going to include a showreel in the future.

Jimmy made all the way from his hometown Cuxhaven to Berlin-Mitte and brought his camera stand with him. As opposed to us he still does animation the traditional way on paper… thus making sure our old drawing table doesn’t catch dust in the corner.

Amber, Jimmy’s „all in a tumble hybridized stray dog-mix“ (original quote) from Dahab/Egypt, joins the ranks. Our cats still keep a safe distance but dare to come closer from time to time; so we assume there will be a summit soon.

Jimmy_BlogAmber